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SPD Landratskandidatin Julia Ney fordert mehr Einsatz für bezahlbaren Wohnraum

„Mehr bezahlbaren Wohnraum im Landkreis zu schaffen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre“, sagt SPD-Landratskandidatin Julia Ney. In den vergangenen zehn Jahren wurden landkreisweit nur 322 geförderte Wohnungen fertiggestellt. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wurden 1837 Mehrfamilienhäuser und 2512 Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut.
„Wir brauchen wieder eine gesunde Angebotsmischung auf dem Mietmarkt“, betont Ney auch mit Blick auf den „Aktionstag zum Bürgerlichen Engagement“, der am heutigen Freitag im Landratsamt veranstaltet wird: Feuerwehren, das BRK und andere Hilfsorganisationen im Landkreis verlieren ihre ehrenamtlichen Kräfte – um die hohen Mieten zu bezahlen, arbeiten diese häufig so viel, dass keine Zeit mehr für die Vereine bleibt. Gleichzeitig zieht die Jugend weg, weil sich nicht alle hier eine Wohnung leisten können.

„Veranstaltungen und Vergünstigungen, wie die Ehrenamtskarte, sind ein gutes Signal, um die Arbeit und den Einsatz der freiwilligen Helfer adäquat zu würdigen. Doch damit ist es langfristig nicht getan. Wenn die Politik das Ehrenamt wirklich tatkräftig unterstützen will, dann müssen wir schnell handeln und für bezahlbare Wohnungen sorgen.“

Ney will daher die Förderung für den Zweckverband „Wohnen“ deutlich ausbauen. Darüber hinaus sollen Investoren beim Kauf von landkreiseigenen Grundstücken verpflichtet werden, mindestens 30% der Wohnungen als geförderten Wohnraum auszuweisen. Und: Die Landkreis-Grundstücke müssen auf Eignung für Genossenschafts- und neue Wohnmodelle, wie Mehrgenerationenhäuser, geprüft werden. „Warme Worte alleine werden uns nicht auf Dauer helfen, dem Ehrenamt die Wertschätzung zukommen zu lassen, die es verdient hat. Hier brauchen wir echte Taten“, erklärt Julia Ney.